Willkommen!

WAS GIBT’S NEUES? 

Hier ist die aktuelle Ausgabe unseres Rundbriefs in PDF: Februar 2023

MELDUNGEN +++ Einfach informiert: lokale Nachrichten in einfacher Sprache +++ ChatGPT und Einfache Sprache – KI ist nicht ohne Talent +++ Wir stellen vor: ACH SO! endlich verständlich +++ Neue Angebote von NetzStecker zur inklusiven Medienbildung +++ Studie zur Einfachen Sprache für apotheken-umschau.de +++

loudspeaker  GUTE BEISPIELE FÜR EINFACHE SPRACHE: +++ Studie zur Einfachen Sprache für apotheken-umschau.de +++ Interview zur Reihe einfach POLITIK +++ Einfach mitbestimmen in Berlin – Lebenshilfe Berlin e.V. +++

WIR STELLEN ANBIETER VOR: +++ ACH SO! endlich verständlich +++ Netzwerk recht-leicht-einfach.de +++ Inklusive Lehrredaktion +++ Bonin Kommunikation +++ Côté Langues +++ die Leichtathletin | Yvette Wagner +++

Warum kompliziert schreiben, wenn es auch einfach geht? Willkommen! weiterlesen

Bürgergeld-Gesetz: Einfache Sprache wäre wichtig gewesen

Im Gegensatz zur Leichten Sprache wird die Einfache Sprache in keinem Gesetz oder in einer Vorschrift erwähnt. Das hätte sich mit dem Gesetz zum Bürger-Geld ändern können. Im Koalitionsvertrag der Ampelregierung steht „einfache Sprache“, in der die Eingliederungsvereinbarung geschrieben sein soll.

Damit ist der Vertrag gemeint, den Antragsteller*innen unterschreiben müssen, wenn sie Arbeitslosengeld II und künftig das Bürgergeld bekommen wollen. Diesen wichtigen Text sollten logischerweise alle Unterschreibenden verstehen können. Denn darin stehen auch die viel diskutierten Sanktionen bei Verstößen gegen die Vereinbarung.

Im Entwurf zum Gesetz steht nun nicht Einfache Sprache, sondern „klar und verständlich“. Warum das ein Riesenunterschied ist und für die geplante DIN Einfache Sprache nicht hilfreich, erklärt Uwe Roth in seinem jüngsten Blog.

15.11.2022
Uwe Roth

Gibt es ein Recht auf verständliche Sprache?

Anne Quabeck hat einen Aufsatz zu der Frage geschrieben: Gibt es ein Recht auf verständliche Sprache?

Der Aufsatz richtet sich an alle, die sich für verständliche Rechtssprache für Laien im rechtlichen Bereich einsetzen wollen. Juristische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. 

Zunächst wird erläutert, warum verständliche Sprache in Gesetzgebung, Verwaltung und Justiz als den drei Staatsgewalten besonders wichtig ist. Dann wird auf die bestehenden rechtlichen Vorgaben zu verständlicher Sprache auf Bundesebene und im Land Niedersachsen eingegangen.

Zum Aufsatz Gibt es ein Recht auf verständliche Sprache? weiterlesen

Interview zur Reihe einfach POLITIK

Cover einfach POLITIK (3)

Wo wird Politik einfach erklärt? Wo findet man leicht verständlich, was hinter dem Krieg gegen die Ukraine steckt? Wo steht, was Antisemitismus oder Verschwörungstheorien bedeuten? All diese Auskünfte gibt uns einfach POLITIK von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Verantwortlich für dieses Projekt sind Wolfram Hilpert (bpb) und Dr. Dorothee Meyer (Leibniz Universität Hannover). Hier beantworten sie unsere Fragen:

Interview zur Reihe einfach POLITIK weiterlesen

„Nationalsozialismus. Seine Ziele, seine Herrschaft und seine Opfer“

Neue Website, Heft und pdf der Reihe „einfach POLITIK“

Schon in den ersten Zeilen des neuen Angebots der Reihe einfach POLITIK klingt an, warum es entstanden und für die Bildungsarbeit von Bedeutung ist: „Die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen begingen viele furchtbare und grausame Verbrechen. Solche Verbrechen sollen nie wieder geschehen. Deswegen fragen wir nach: Was waren die Ziele des Nationalsozialismus? Wie konnte er so mächtig werden? Wie übte er seine Herrschaft aus? Welche Opfergruppen gab es? Etwas genauer erklären wir, was im Nationalsozialismus mit kranken, körperlich oder geistig beeinträchtigten Menschen passierte.“
„Nationalsozialismus. Seine Ziele, seine Herrschaft und seine Opfer“ weiterlesen

Digitale Lernmedien für die Ausbildung in Einfacher Sprache

Ergebnisse des Projektes InProD2 unterstützen (nicht nur angehende) Fachpraktiker:innen in der Druckindustrie

Ziel des dreijährigen Förderprojekts war es, behinderten Menschen sowie ihren Ausbilder:innen und Lehrer:innen digitale Lernmedien zur Verfügung zu stellen. Zielgruppen sind neben hörbehinderten und sehbehinderten Menschen auch Menschen mit Lern-, Körper-, psychischen und Mehrfachbehinderungen. Digitale Lernmedien für die Ausbildung in Einfacher Sprache weiterlesen

Informationen zum Krieg in der Ukraine in Einfacher Sprache

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) hat einen Text in Einfacher Sprache über den Krieg in der Ukraine veröffentlicht. Der verantwortliche Referent Wolfram Hilpert schreibt dazu: „Auch Menschen, die sprachlich niederschwellige Texte für das Verstehen bevorzugen, sind -wie wir alle- über den Krieg gegen die Ukraine beunruhigt und betroffen. Informationsangebote, die zu verstehen helfen, sind deshalb wichtig.“

Zum Nachrichtentext auf der Seite der BpB 

Der Wettbewerb für Literatur in Einfacher Sprache 2022

Dieses Jahr findet der Wettbewerb „Die Kunst der Einfachheit“ zum 8. Mal statt. Das Motto in diesem Jahr ist: Die vier Jahreszeiten. Das können Geschichten über Weihnachten, Ostern, den Sommer den Winter oder das ganze Jahr sein.

Der Wettbewerb für Literatur in Einfacher Sprache 2022 weiterlesen

Jetzt Abstimmen für Vorlese-Stunde!

Corona macht gerade vieles schwierig.
Aber manchmal entstehen auch richtig gute Ideen.
Die Vorlese-Stunde ist so eine Idee.
Sie ist das erste Lese-Angebot im Internet für Menschen mit und ohne Behinderung.
Alle haben einfach Spaß daran, gemeinsam zu lesen.
Eins ist sicher:
Wir werden uns weiter treffen.
Auch ohne Corona.
Denn wir freuen uns jede Woche auf die nette gemeinsame Runde.

Jetzt hat sich die Vorlese-Stunde für einen Preis beworben.
Der Preis heißt „Preis für Digitales Miteinander”
Es ist ein Publikumspreis. Es können also alle abstimmen.
Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt.

Gibst du uns deine Stimme?
Das würde uns riesig freuen!

01.12.2021
Inga Schiffler

 

Koalitionsvertrag 2021: Bürgergeld kommt in Einfacher Sprache

SPD, Grüne und FDP wollen mehr Angebote in Einfacher Sprache schaffen

„Wir wollen Gesetze verständlicher machen. Die Barrierefreiheit in den Angeboten von Bundestag und Bundesregierung werden wir ausbauen.“ Das steht auf Seite 10 des am 24. November 2021 vorgestellten Koalitionsvertrags „Mehr Fortschritt wagen“. SPD, Grüne und FDP werden auf den weiteren Seiten konkreter: Erstmals überhaupt fällt der Begriff Einfache Sprache. Sie könnte in bestimmten Fällen zu einer gesetzlichen Anforderung bzw. zu einer Verpflichtung in der öffentlichen Kommunikation werden.

Das bedeutet, die künftigen Regierungsparteien haben erkannt, dass sie die Verständlichkeit relevanter Politikbereiche für alle Bürgerinnen und Bürger verbessern muss. Erwähnt wird die Einfache Sprache im Zusammenhang mit dem Bürgergeld. Doch mit der Nennung im Koalitionsvertrag kommt die Einfache Sprache nicht automatisch auf die Überholspur. Die Ministerien und Verwaltungen müssen bereit sein, die Experten*innen der Einfachen Sprachen ihre Arbeit machen zu lassen. Die Formulierungen der Verfasser*innen im Vertrag zeigen, dass Unsicherheit herrscht. Einfache Sprache muss weiter für sich werben.

Vollständiger Text Koalitionsvertrag 2021 nennt Einfache Sprache gleichberechtigt

29.11.2021
Uwe Roth