Einmal täglich Nachrichten in einfacher oder leichter Sprache

Barrierefreiheit in den Medien: Stellungnahme des bvkm zum Diskussionsentwurf der Rundfunkkommission. Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen 7.1.2021 [Info + Stellungnahme]

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) reagiert auf den Diskussionsentwurf der Rundfunkkommission der Länder zur Stärkung barrierefreier Medienangebote und zur Umsetzung des European Accessibility Acts (EAA). In der Stellungnahme fordert der bvkm, dass einmal täglich Nachrichten in einfacher oder leichter Sprache zu senden sind. Diese Verpflichtung soll im Medienstaatsvertrag verankert werden, um allen Menschen mit Behinderung gesellschaftliche und politische Teilhabe zu ermöglichen.

Quellen zur Meldung: Hinweis und Text von Inga Schiffler (14.1.2021)/ Info in Xing-Gruppe Leichte Sprache (14.1.2021); Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

>>> Info + Stellungnahme des bvkm

Initiative für verständnisorientierte Sprache

Bremer Agentur wirbt für neue Sprachform: Endlich verstehen, was da steht. Artikel von Marie Gogoll in taz 15.12.2020 [Artikel]

Marie Gogoll stellt in ihrem Artikel die Bremer selbstverständlich GmbH vor. Die Agentur ist aus dem Martinsclub Bremen hervorgegangen. Sie will für barrierefreie Kommunikation sorgen. Aus ihrer Erfahrung ist die Leichte Sprache für viele Menschen mit Behinderungen zu leicht. Zugleich fällt 6 Millionen Erwachsenen in Deutschland das Lesen schwer. So ist die Idee für eine neue Sprachform entstanden, die alle verstehen und alle gern lesen. Dafür hat der Martinsclub gemeinsam mit dem Sprachwissenschaftler Alexander Lasch geforscht und die Sprachform „Verso“ (verständnisorientierte Kommunikation) entwickelt. Diese einfache Sprache will die Bremer selbstverständlich GmbH – gemeinsam mit der Verso Dresden gGmbH – verbreiten.

Mehr zum Projekt VERSO ist hier zu erfahren. Das Infoportal hat auch die Webseite der Bremer Agentur und die VERSO-Übersetzung der Corona-Regeln in Sachsen vorgestellt.

Quellen zur Meldung: Info von selbstverständlich GmbH auf Twitter (22.12.2020) und Artikel von Marie Gogoll (Abruf 29.12.2020); Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

>>> Bremer Agentur wirbt für neue Sprachform

Agentur selbstverständlich: barrierefreie Kommunikation

Agentur selbstverständlich (Bremen) ist online. Blogbeitrag von VERSO-Gruppe Dresden 7.12.2020 [Blogbeitrag] [Agentur selbstverständlich]

Die Webseite der Agentur selbstverständlich GmbH ist online. Die Bremer Agentur bietet ebenso wie die VERSO-Gruppe Dresden eine barrierefreie Kommunikation an. Beide setzen sich für die leicht verständliche Sprache VERSO ein. Die Agentur strebt an, „einfach für alle“ zu kommunizieren. Alle Menschen sollen die gleichen Informationen erhalten: auch Menschen mit Behinderung oder mit Lese- und Rechtschreibschwäche oder mit Deutsch als Zweitsprache. Die Agentur selbstverständlich hat ihre Webseite komplett mit leicht verständlichen Texten herausgebracht – bis hin zur Datenschutzerklärung! Auch auf Facebook und Twitter ist die Agentur vertreten.

Quellen zur Meldung: Info von VERSO-Gruppe Dresden auf Facebook und Webseite, Info von Agentur selbstverständlich auf Webseite (Abruf aller Quellen 9.12.2020); Bild von Mudassar Iqbal auf Pixabay

>>> Agentur selbstverständlich 

Barrierefreie Kommunikation auf Internetseiten mit Lücken

Besserer Durchblick dank Leichter Sprache. Artikel von Uwe Roth in der Fachzeitschrift DEMO 14.9.2020 [Artikel]

Der 23. September ist ein großer Tag für die Barrierefreiheit. Von diesem Tag an müssen Internetseiten von Kommunen (Städte, Gemeinde und Landkreise) für Menschen mit einer Beeinträchtigung zugänglich sein. Leider haben viele Verwaltungen nicht an Menschen mit Lernschwierigkeiten gedacht. Darauf verweist der Journalist Uwe Roth in einem Beitrag für die Fachzeitschrift DEMO. Er erinnert darin die Betreiber kommunaler Webseiten, dass Informationen in Leichter Sprache auf einer einzigen Seite viel zu wenig für barrierefreie Kommunikation sind. Doch mehr als eine Seite in Leichter Sprache schreibt der Gesetzgeber nicht vor, bedauert er. Roth ist Mitglied in unserem Beraterteam und stellt fest: 5 Prozent Inhalt in Leichter Sprache und der Rest in schwerer Sprache sind keine Inklusion, sondern das Gegenteil von Inklusion. Auf Rollstuhlfahrer übertragen, heißt das: Es gibt eine Rampe ins Rathaus, aber von dort keine Aufzüge in die übrigen Stockwerke. Roth fordert, dass zumindest Internetseiten mit sozialen und Bildungsthemen in Einfacher Sprache sein sollen.

Quellen zur Meldung: Text von Uwe Roth 20.9.2020; Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

>>>  Artikel von Uwe Roth

Gendern in Einfacher Sprache

Wie gendert man in Leichter bzw. Einfacher Sprache? Blogartikel von Andrea Halbritter auf Côté Langues 8.9.2020

Kann gendersensible Sprache barrierefrei bzw. barrierearm sein? In ihrem Blogartikel „Wie gendert man in Leichter bzw. Einfacher Sprache?“ gibt Übersetzerin Andrea Halbritter zunächst eine kurze Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten gendergerechter Sprache im Standarddeutschen. Anschließend erläutert sie, welche Möglichkeiten sich für barrierefreie bzw. barrierearme Texte eignen und welche man vermeiden sollte.

Quellen zur Meldung: Text von Andrea Halbritter (18.9.2020); Bild von Sabine Löwer auf Pixabay

>>> Blogartikel von Andrea Halbritter