Online Intensiv-Schulung: Verständlich schreiben

Online Intensiv-Schulung: Verständlich schreiben – Teilhabe ermöglichen. VERSO-Fortbildung 17.3.2021, 10:00 bis 15:00 Uhr. Dozenten: Amon Moghib und Sven Kuhnen von Agentur selbstverständlich GmbH. Veranstaltung von m|colleg Martinsclub Bremen e.V., Kontakt: mcolleg@martinsclub.de [Info]

Texte sollen nicht nur verständlich, sondern auch gut zu lesen sein. Dafür steht Verso, die leiche Sprache von „selbstverständlich“, der Agentur für barrierefreie Kommunikation. Wer lernen möchte in Verso zu schreiben, hat jetzt die Gelegenheit dazu. In Kooperation mit dem Fortbildungsinstitut m|colleg findet am 17. März 2021 die erste Verso-Fortbildung statt [Online Intensiv-Schulung]. Selbstverständlich wird diese Veranstaltung Corona-gerecht, digital durchgeführt. Ist Ihr Interesse geweckt? Noch gibt es ein paar freie Plätze. 
Informationen zu Verso sowie zur selbstverständlich GmbH unter https://selbstverstaendlich-agentur.de/

Quellen zur Meldung: Text von Benedikt Heche, selbstverständlich GmbH (22.2.2021), und Info von Webseite m|colleg Martinsclub Bremen e.V.  (Abruf 22.2.2021); Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

>>> Online Intensiv-Schulung: Verständlich schreiben

Pressemitteilungen zu Corona oft unverständlich

Corona-Kommunikation: Pressemitteilungen der Bundesregierung sind oft unverständlich. Studie der Universität Hohenheim. Frank Brettschneider, Kerstin Keller. 16.02.2021 [Information] [Studie]

Die Universität Hohenheim hat die Pressemitteilungen der Bundesregierung im Zeitraum März 2020 bis Januar 2021 analysiert. Das Ergebnis: Die Informationen zur Corona-Pandemie und zu den staatlichen Schutzmaßnahmen sind relativ unverständlich. Seit März 2020 hat sich das auch nicht gebessert. Die (besser verständliche) Pressemitteilung zur Studie ist hier zu finden, die Studie hier.

Quellen zur Meldung: Text von Bettina Mikhail (17.2.2021) und Info zur Studie (Abruf 18.2.2021); Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

>>> Studie: Pressemitteilungen zu Corona

Verständliche Steuerbescheide: Pilotstudie und Online-Umfrage

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Verständlichere Steuerbescheide – Pilotstudie mit dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) gestartet. Pressemitteilung des IDS vom 21.1.2021 [Mitteilung]

Beschäftigte der Steuerverwaltung überprüfen derzeit bundesweit, wie verständlich unter anderem Schreiben, Vordrucke und Steuerbescheide sind. Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) unterstützt diese Arbeiten. Dazu hat das IDS eine Online-Umfrage erstellt. Die Testpersonen sollen bürgernah formulierte Texte der Steuerverwaltung bewerten. Wer interessiert ist, kann mitmachen.
Die Online-Umfrage ist über diesen Link bzw. QR-Code erreichbar. Laufzeit der Umfrage: Januar 2021 bis Anfang März 2021. Kontakt: Dr. Christine Möhrs (moehrs@ids-mannheim.de), Projektleitung am IDS. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.
Nehmen Sie an der Umfrage teil, um Texte der Steuerverwaltung verständlicher zu machen!

Quellen zur Meldung: Info von Katrin Bischl auf Twitter (22.1.2021) und Pressemitteilung (Abruf 29.1.2021); Bild von falco auf Pixabay

>>> Pressemitteilung „Verständlichere Steuerbescheide“

Den Leuten aufs Smartphone geschaut: Die BasisBibel

Neue Bibelübersetzung: Klare, kurze Sätze. Artikel von Kirsten Dietrich. Deutschlandfunk 25.1.2021 [Artikel] [Audio]

So biblisch wie nötig, so einfach wie möglich: Die BasisBibel liefert einen Text, der das Lesen so einfach wie möglich macht. Sie richtet sich insbesondere an Jugendliche, die kurze Internettexte gewöhnt sind. Die evangelische Bibelübersetzung berücksichtigt Anforderungen des digitalen Lesens.
Die Prinzipien dieser Übersetzung sind: kurze Sätze, maximal ein Nebensatz, lineare Informationsvermittlung und leicht erreichbare Erklärung komplexer Begriffe. Die Übersetzung muss allerdings den Ursprungstext deuten, um ihn verständlich zu machen. Übersetzerin Tina Arnold erläutert dieses Vorgehen anhand vieler Textbeispiele. Sie weist auch auf das parallele Projekt des Katholischen Bibelwerks hin, das Evangelientexte in Leichte Sprache überträgt.
Der Beitrag „Klare, kurze Sätze“ ist auf Deutschlandfunk als Text und Hörversion verfügbar. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Deutschen Bibelgesellschaft: BasisBibel.

Quellen zur Meldung: Text von Bettina Mikhail (25.1.2021/ Beitrag auf Xing 22.1.2021) und Info vom Artikel auf Deutschlandfunk (Abruf 25.1.2021); Bild von anilton auf Pixabay

>>> Artikel „Neue Bibelübersetzung: Klare, kurze Sätze“ 

Europa strebt klare Sprache an

Europa strebt klare Sprache an. Blogbeitrag von Sabine Manning auf Multisprech 20.1.2021 [Beitrag]

Besonders in englischsprachigen Ländern ist die Bewegung für Plain Language verbreitet. Sie knüpft an Regelungen für eine verständliche Amtssprache in den USA an. Doch auch die Europäische Union strebt danach, bürgernah und verständlich zu kommunizieren. Der Schlüsselbegriff hierfür ist Clear Language. Was kennzeichnet sie, insbesondere verglichen mit Plain Language?
Aus dem Vergleich geht hervor, dass Clear Language und Plain Language ebenbürtige internationale Sprachformen sind: sie haben ähnliche inhaltliche Ziele und sind beide in großen Sprachräumen amtlich anerkannt. Für europäische Länder hat Clear Language den Vorteil, dass nutzerfreundliche Handbücher in allen Amtssprachen vorliegen. Auf Deutsch heißt das Handbuch Klar und deutlich schreiben.
Wir sollten Clear Language stärker in die Diskussion um Einfache Sprache einbringen. Als Anregung hierfür verweisen wir auf den Experten-Roundtable: Einfache Sprache in Europa von simpletext (25.1.2021 Online).

Quellen zur Meldung: Text von Sabine Manning (20.1.2021); Bild von photosforyou auf Pixabay

>>> Blogbeitrag „Europa strebt klare Sprache an“
>>> Experten-Roundtable: Einfache Sprache in Europa

 

 

Was hab‘ ich? Befunde in verständlicher Sprache

Medizinische Befunde verstehen: „Was hab‘ ich?“. Beitrag der Stiftung für Konsumentenschutz 14.12.2020 [Info]

Die Organisation „Was hab‘ ich?“ übersetzt medizinische Befunde in einfach verständliche Sprache. Patienten können ihre Befunde an die Organisation senden. Der Service ist anonym und kostenlos. Die eingeschickten Dokumente werden weder interpretiert noch kommentiert. Fragen zum Befund müssen die Patienten mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Das „Was hab‘ ich?“-Team besteht aus Ärzten und ehrenamtlichen Medizinstudenten. Der Hauptsitz dieser gemeinnützigen GmbH ist in Dresden [washabich.de]. Das Team bietet seinen Service auch für Patienten in der Schweiz an [washabich.ch].

Quellen zur Meldung: Info von Stiftung für Konsumentenschutz auf Twitter 14.12.2020 und auf Webseite (Abruf 11.1.2021); Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay

>>> Medizinische Befunde verstehen: „Was hab‘ ich?“

Corona einfach erklärt

Corona einfach erklärt: Wo gibt es Informationen über Corona in Einfacher Sprache? Blogbeitrag von Sabine Manning. Multisprech 6.1.2021 [Beitrag]

Corona ist derzeit das Schlüsselwort. Alle Menschen müssen sich darüber informieren können, auch diejenigen mit den geringsten Lesefähigkeiten. Deshalb sind Informationen in Leichter Sprache sehr wichtig. Das Portal Corona Leichte Sprache ist hierfür beispielgebend. Zugleich ist Corona ein kompliziertes Thema. Insofern eignet sich die flexiblere Einfache Sprache, Corona für viele Menschen verständlich zu machen.
Informationen zu Corona in Einfacher Sprache sind weit verstreut und nicht sehr zahlreich, aber vielfältig: auf Portalen, als Videos und in Nachrichten. Dazu gibt es jetzt auf Multisprech eine Übersicht: Corona einfach erklärt. Ausgewählte Informationen aus dieser Übersicht sind auf der Infoportal-Seite Gesundes Leben zugänglich.

Quellen zur Meldung: Text von Sabine Manning (siehe Blogbeitrag); Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

>>> Blogbeitrag „Corona einfach erklärt“
>>> Corona auf Infoportal-Seite „Gesundes Leben“

Initiative für verständnisorientierte Sprache

Bremer Agentur wirbt für neue Sprachform: Endlich verstehen, was da steht. Artikel von Marie Gogoll in taz 15.12.2020 [Artikel]

Marie Gogoll stellt in ihrem Artikel die Bremer selbstverständlich GmbH vor. Die Agentur ist aus dem Martinsclub Bremen hervorgegangen. Sie will für barrierefreie Kommunikation sorgen. Aus ihrer Erfahrung ist die Leichte Sprache für viele Menschen mit Behinderungen zu leicht. Zugleich fällt 6 Millionen Erwachsenen in Deutschland das Lesen schwer. So ist die Idee für eine neue Sprachform entstanden, die alle verstehen und alle gern lesen. Dafür hat der Martinsclub gemeinsam mit dem Sprachwissenschaftler Alexander Lasch geforscht und die Sprachform „Verso“ (verständnisorientierte Kommunikation) entwickelt. Diese einfache Sprache will die Bremer selbstverständlich GmbH – gemeinsam mit der Verso Dresden gGmbH – verbreiten.

Mehr zum Projekt VERSO ist hier zu erfahren. Das Infoportal hat auch die Webseite der Bremer Agentur und die VERSO-Übersetzung der Corona-Regeln in Sachsen vorgestellt.

Quellen zur Meldung: Info von selbstverständlich GmbH auf Twitter (22.12.2020) und Artikel von Marie Gogoll (Abruf 29.12.2020); Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

>>> Bremer Agentur wirbt für neue Sprachform

Infos zur Gesundheit sollen alle verstehen

Einfache und Leichte Sprache sind im Gesundheitsbereich besonders wichtig. Blogartikel von Andrea Halbritter auf Côté Langues 28.12.2020 [Artikel]

In ihrem Artikel lässt Andrea Halbritter Mitarbeiter von Behinderteneinrichtungen und Ärzte zu Wort kommen und zeigt: Von leicht verständlichen Texten im Bereich der Gesundheit profitieren nicht nur die Menschen, denen Standarddeutsch zu schwer ist. Außerdem listet sie auf, welche Infos unbedingt in Leichte und Einfache Sprache übersetzt werden sollten.

Quellen zur Meldung: Text von Andrea Halbritter (29.12.2020); Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

>>> Artikel zu Einfacher und Leichter Sprache im Gesundheitsbereich

Wo gibt’s verständliche Texte über Klimawandel?

So kann man es auch sagen: „Viele Menschen sterben an den Folgen vom Klima-Wandel“. Artikel von Carel Mohn auf klimafakten.de 1.12.2020 [Artikel]

In ihrem Artikel erklärt Carel Mohn, wie wichtig leicht verständliche Informationen zum Klima sind. Vielen Menschen ist der Zugang zu Klimawissen versperrt ist, weil sie Texte über den Klimawandel nicht verstehen können. Darunter sind Autofahrer, Eigenheimbesitzerinnen oder Supermarktkunden, die täglich klimarelevante Entscheidungen treffen. Doch die meisten Behörden in deutschsprachigen Ländern bieten keine leicht verständlichen Informationen über Klimapolitik oder Klimaschutz.
Zu den Ausnahmen gehört klimaaktiv.at: die Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz in Österreich. Hier gibt es eine Webseite mit Informationen in einfacher Sprache. Und die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland (bpb) plant ein Heft zum Klima in der Reihe einfach Politik. Darüber hinaus berichten leicht verständliche Nachrichtenformate über Klimathemen: Nachrichtenleicht im Deutschlandfunk und die ORF-Nachrichten in Einfacher Sprache. Auch der Spaß am Lesen Verlag hat Lektüre zum Klimawandel herausgebracht.

Quellen zur Meldung: Artikel und Info von klimafakten.de auf Twitter 18.12.2020  (Abruf jeweils 22.12.2020); Bild von Tumisu auf Pixabay (Ausschnitt)

Ebenfalls auf dem Infoportal: Klima in Wortwolken – Wie verständlich sind Aufrufe und Nachrichten zu Klimaaktionen? Beitrag von Sabine Manning auf Multisprech 22.01.2020 [Meldung]

>>> Artikel zu Texten über Klimawandel