„Nationalsozialismus. Seine Ziele, seine Herrschaft und seine Opfer“

Neue Website, Heft und pdf der Reihe „einfach POLITIK“

Schon in den ersten Zeilen des neuen Angebots der Reihe einfach POLITIK klingt an, warum es entstanden und für die Bildungsarbeit von Bedeutung ist: „Die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen begingen viele furchtbare und grausame Verbrechen. Solche Verbrechen sollen nie wieder geschehen. Deswegen fragen wir nach: Was waren die Ziele des Nationalsozialismus? Wie konnte er so mächtig werden? Wie übte er seine Herrschaft aus? Welche Opfergruppen gab es? Etwas genauer erklären wir, was im Nationalsozialismus mit kranken, körperlich oder geistig beeinträchtigten Menschen passierte.“

Herausforderungen bei der Texterstellung waren besonders die Fragen, wie die Nationalsozialistischen Weltanschauung, ihre Verbreitung und ihre verheerende politische Wirkung einfach erklärt werden können. Unter anderem waren diese Aufgaben relevant, um deutlich zu machen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht allein durch die Person Adolf Hitler verursacht wurden. Die Auseinandersetzung mit der Nationalsozialistischen Weltanschauung soll zudem in präventiver Absicht auch der Sensibilisierung vor den Gefahren der auch heute immer wieder auftauchenden Vorstellungsmuster dienen.

Zur Einführung in die Thematik wird der Begriff der Weltanschauung zu Beginn des Textes folgendermaßen erklärt:

„Der Nationalsozialismus war eine politische Bewegung mit einer bestimmten Weltanschauung. Eine Weltanschauung ist die Art, wie ein Mensch die Welt versteht. Es gibt verschiedene Weltanschauungen. Weltanschauungen unterscheiden sich zum Beispiel darin, was jemandem besonders wichtig ist:

  • Manchen Menschen sind Naturwissenschaften besonders wichtig.
  • Manchen Menschen ist eine bestimmte Politik wichtig.
  • Für manche Menschen ist die Religion wichtig.

Es kann verschiedene Weltanschauungen nebeneinander geben. Das bedeutet: Jeder Mensch darf glauben und denken, was er möchte. So steht es auch im Grundgesetz.

Es gibt aber auch gefährliche Weltanschauungen. Menschen mit solchen Weltanschauungen dulden keine anderen Überzeugungen. Auch die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen hatten eine gefährliche Weltanschauung. Sie setzten ohne jede Rücksicht auf andere Menschen ihre Überzeugungen und ihre Ziele um.“

Das Angebot „Nationalsozialismus“ ist, wie auch die anderen Angebote der Reihe „einfach POLITIK“, konzipiert für den Einsatz in der Schule (Sekundarstufe I verschiedener Schulformen, auch Förderschule) sowie für die Planung außerschulischer Bildungsangebote. Aufgrund der verwendeten einfachen Sprache und des Layouts eignet das Angebot sich für inklusive Lernprozesse sowie für Bildungsangebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Sie sind herzlich eingeladen reinzulesen, sich näher zu informieren und mit diesem Text (Textauszüge oder Ganzschrift) in Bildungsprozessen zu arbeiten:

www.bpb.de/shop/einfach-politik/507422/nationalsozialismus/

www.bpb.de/einfachpolitik/508004/nationalsozialismus/

Die Vorarbeiten zum Text „Nationalsozialismus“ sind in einem inklusionsorientierten Bildungsangebot der Leibniz Universität Hannover entstanden, über dass Sie sich hier näher informieren können: „Geschichte erleben – Umgang mit Menschen mit Behinderungen während der NS-Zeit„. Im Rahmen dieses – seit 2012 jährlich angebotenen – inklusionsorientierten Seminarkonzeptes setzen sich Studierende des Unterrichtsfaches Sachunterricht für das Lehramt für Sonderpädagogik und Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung mit dem Umgang mit Behinderung während der NS-Zeit auseinander. Die in das Seminarkonzept eingebettete Exkursion führt seit 2016 zur Gedenkstätte der Opfer der ‚Euthanasie‘-Morde in Brandenburg/Havel und wird mit einem Besuch des Otto Weidt-Museums in Berlin verknüpft.

Der Text „Nationalsozialismus“ wurde geschrieben von Alice Junge, Denise Lüttgering, Oliver Miller, Johanna Rohde, Floreana Schmidt und Claudia Schomaker. Überprüft wurden sie von Nina Fresenius, Michael Schuhr. Die Redaktion hatten Wolfram Hilpert, bpb (verantwortlich), Dorothee Meyer und Bettina Lindmeier

30.05.2022

Dorothee Meyer

Veröffentlicht von

ruweadmin

Uwe Roth ist Journalist, Dozent für barrierefreie Kommunikation und Texter für die Einfache Sprache. Er arbeitet beim Deutschen Institut für Normung (DIN) an Regelwerken für die Leichte und Einfache Sprache mit. Er ist zudem Mitglied in der Plain Language Association International. Uwe Roth hat Sozialwissenschaften studiert, in Brüssel als Korrespondent gearbeitet und war zehn Jahre Redakteur in einem großen Medienhaus in Stuttgart.

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