Weg von technischen Begriffen, hin zu Beschreibungen, die intuitiv verständlich sind. Die Lawinen-Warndienste in den Alpen versuchen, eine verständlichere Sprache zu finden. Auch ohne großes Vorwissen soll klar sein: Je höher die Warnstufe, desto größer die Lawinengefahr, heißt es in einem Blogbeitrag des Lawinen-Warndienstes für Tirol, Südtirol und das Trentino.
Die Europäische Lawinen-Gefahrenskala mit fünf Warnstufen wurde im Jahr 1993 eingeführt. Sie gilt als absoluter Meilenstein in der Beurteilung von Gefahren sowie in deren Kommunikation für eine breite Zielgruppe. Inzwischen gibt es digitale Wetterkarten auf dem Handy, GPS und verschiedenste Apps für Skitourengeher und Bergsteigerinnen. Auch die Beurteilung der Lawinengefahren ist systematischer geworden, mit neuen Konzepten, Begriffen und Definitionen. Doch trotz aller technischen Fortschritte wird die fünfstufige Gefahrenskala gleichbleiben. Darauf haben sich die europäischen Lawinen-Warndienste geeinigt.
Entscheidend für eine Weiterentwicklung des Warnsystems sei vor allem eine verständliche Sprache für die Beschreibung der Warnstufen. Egal ob auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch oder in einer anderen europäischen Sprache. Die Lawinen-Warndienste haben deshalb auf ihrem Blog eine Umfrage gestartet, um die Sprache der Gefahrenskala zu verbessern. Auch Nicht-Expertinnen und Anfänger sind aufgerufen, an der Umfrage teilzunehmen. Denn genau für diese Gruppen soll die überarbeitete Skala auch verständlich sein.
Umfrage > https://lawinen.report/blog/it-32-bz-de/5346
26.2.2026
Georg Wimmer
